3D-Druck – Warum die Filament Preise vorerst nicht sinken werden

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3D-Druck – Warum die Filament Preise vorerst nicht sinken werden

Normalerweise stellen sich bei neuen Technologien nach einiger Zeit eine Marktsättigung und ein verstärkter Preiskampf ein.
Aber sowohl bei  3D-Druckern, als auch bei Verbrauchsmaterial ist dieser Punkt noch lange nicht erreicht und gibt es weiter rasant steigende Absatzzahlen.

In den letzten Jahren haben sich die Verkäufe bei 3D-Druckern jährlich verdoppelt und 2018 könnte die 1 Mill. Marke an verkauften Druckern (pro Jahr!) geknackt werden (Statista, Gardner).
Über 80% dieser Drucker verarbeiten Kunststoffe (Forbes).
Einen großen und wachsenden Anteil haben daran zwar günstige Geräte und Kits <1000€, aber auch diese brauchen Material.

Das Kunststoffgranulat ist verglichen mit dem Endprodukt Filament um ein Vielfaches günstiger. Es wird tonnenweise gehandelt. In der Industrie wird es beim Spritzguss in großen Mengen verarbeitet.
Allerdings muss das Granulat bei der Filament-Herstellung in einen kontinuierlichen Faden aufgeschmolzen, gepresst und aufgewickelt werden. Das erfordert Zeit, Präzision und manuelle Arbeitsschritte.
Es kommen zwar neue Produzenten auf den Markt und die bisherigen bauen die Fertigung aus, aber der Bedarf steigt parallel.

Solange es keine Überproduktion gibt werden die Preise nicht sinken. Vielleicht sollten wir froh sein, dass sie im Zuge des 3D-Drucker Booms bisher nicht angestiegen sind.

Nun, die Verkaufszahlen werden sich nicht ewig verdoppeln. Sobald sich die Kurve abflacht dürften Geräte und Material unter Preisdruck geraten.

Irgendwann finden wir bei Aldi zwischen Batterien und DVDs auch Futter für den 3D-Drucker.
Dann wissen wir, der 3D-Druck ist kein Trendthema mehr, sondern im Alltag angekommen.

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