Was mein Waschbecken mit 3D-Druck zu tun hat?

Wo der 3D-Druck Sinn macht

Waschbecken Gestänge Klemme
Waschbecken Gestänge Klemme

Mein Waschbecken will nicht mehr.
Genaugenommen das Gestänge der Ablaufgarnitur.
Das defekte Teil – ein winziges Stück Kunststoff. Vom Design schon eine einzige Sollbruchstelle.

Wenn es eine Domäne für den 3D-Druck daheim gibt, dann diese: Ersatzteile.

Ok, die Konstruktion kostete 10 Minuten (Autodesk Fusion 360). Der Drucker muss nur angeschaltet werden.
Der Druck dauert 20 Minuten.

Die Alternative wäre:
zum Baumarkt fahren, Regalplatz suchen, komplette Garnitur kaufen und wechseln.

Da weitere Waschbecken das gleiche Teil haben lohnt es sich.

Nur nicht die Konstruktion 1:1 umsetzen.
PLA ist noch spröder als das alte Spritzgussteil.
Aufwand mit Nylon oder so unnötig. Man macht das Ding einfach etwas stabiler. 4mm Wanddcike hält einiges aus.
Unter dem Waschtisch muss es keinen Designpreis bekommen.

Der Drucker hängt im WLAN. Einschalten, Druck absenden. Das wars.

PS: Nur für Ersatzteile im Haushalt einen Drucker anzuschaffen lohnt sich natürlich nicht. Aber wenn er schon existiert, sollte man ihn nutzen.

Waschbecken Gestänge Klemme
Waschbecken Gestänge Klemme

Warum Octoprint einen Raspberry Pi 3 braucht

Performanceprobleme bei Octoprint oder warum der Drucker stottert

stotternder Druck bei Octoprint
stotternder Druck bei Octoprint

Octoprint ist ein beliebtes Tool um 3D-Drucker über WLAN bzw. Internet anzusteuern.
Als Hardware kommt ein Raspberry Pi zum Einsatz. Nur sollte es kein leistungsschwaches Exemplar sein.
Beim Druck eckiger Bauteile fällt es nicht auf. Aber die älteren Raspberry Pi Versionen sind einfach zu langsam. Bei dem Druck von Rundungen werden in kurzer Zeit sehr viele G-Code Daten vom Pi an den Controller des Druckers übertragen.
Die leistungsschwachen Pi Versionen können da nicht mithalten. Der 3D Drucker fängt bei Kurven an zu ruckeln oder kurzzeitig stehen zu bleiben.
Auf dem Bild sind sehr gut die Lücken in dem linken Druckteil zu erkennen.

Man kann versuchen das Problem zu mildern in dem man den Pi höher taktet oder die WEB-Cam ausstellt. Aber das verringert die Prozessorlast nur um wenige Prozent. Die Auslastung lässt sich auf der Pi Konsole mit dem Befehlt „Top“ überwachen.
Ein Pi 2 liegt so bei 60% Dauerlast im Druckbetrieb. Bei Abfahren einer Kurve steigt der Wert auf 90% und der Drucker fängt das stottern an.
Das Druckbild sieht dementsprechend schlecht aus.
Beim Einsatz eines Pi 3 verschwindet das Ruckeln vollständig.
Im Interesse einer guten Qualität sollte man die alten Pi Modelle einer anderen Verwendung zuführen.
Ein weiterer Vorteil: ab dem Raspberry Pi 3 ist das WIFI Modul bereits integriert.

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