Aldi PC Medion Akoya P5105D – Licht und Schatten

Akoya P5105D – Er hätte so gut sein können

Der Aldi PC vom 28.05. ist auf den ersten Blick kein schlechtes Gerät.
Ein Core-I5, 8 GB RAM, eine 1 TB Festplatte mit SSD-Cache bilden eine solide Basis.

Aber auch dieser PC hat die fast Aldi-typische Unausgewogenheit vom Rechen- und Grafikleistung. In der angebotenen Konfiguration ist er als Bürorechner überdimensioniert und als Gaming PC  überhaupt nicht zu gebrauchen. Die prozessorinterne Grafik ist zum Spielen völlig unzureichend.
Da liegt also der Gedanke nahe, dem mit einer zusätzlichen Grafikkarte beizukommen.

Der Testartikel in der Computerbild hat auch diesen Tipp parat.
Der Test war wohl nicht so tief schürfend. Das Aldi-Netzteil bietet gar keine Möglichkeit eine leistungsfähige Grafikkarte anzuschließen. Die Anschlüsse fehlen schlicht. Auch macht der Artikel keine Angaben darüber, ob die Leistung des Netzteils für eine Grafikkarte der GTX-Klasse noch reichen würde. Vermutlich nicht.
Wie man es auch dreht, für eine leistungsfähige Grafikkarte wäre der Tausch des Netzteils (30 bis 50€) von Nöten.
Das verbaute Lenovo-Mainboard hat aber nur einen 14-poligen Anschluss. Das passt an kein gängiges Netzteil. Dafür ist dann wieder ein ATX Stromadapter 24 Pin zu 14 Pin Mainboard erforderlich. Kostenpunkt ca. 10€ und nicht gerade an jeder Ecke zu bekommen.

Ist man gewillt etwas Arbeit, 60€ für das Netzteil und 200€ für eine GTX960 zu investieren, dann bekommt man einen recht spieletauglichen Rechner.
Wir liegen dann bei 760€. Das kosten auch vergleichbare Komponenten bei einem Händler.

Was für den Aldi PC spricht:

  • 3 Jahre Garantie
  • Maus und Tastatur inklusive
  • Ein freier RAM-Sockel, 2 freie 2,5″ Schächte
  • hohe Prozessorleistung

Fazit:
Für den Büroeinsatz unterfordert und zum Spielen umständlich aufzurüsten.

Es bleibt zu hoffen das Medion in Zukunft den Unfug mit dem Netzteil sein lässt.

 

Medion Akoya P5105D

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