Das EV3 Roboter Universum – Das erste LEGO EV3 Buch in deutscher Sprache

 

Ein halbes Jahr nach dem Erscheinen des neuen LEGO Mindstorms Baukasten steht nun auch das erste Buch in deutscher Sprache zur Verfügung.
Obwohl LEGO in die Entwicklungsumgebung eine umfangreiche Onlinehilfe eingebaut hat, greife ich doch noch immer gern zum Buch. Die LEGO Umgebung macht nur richtig Spaß an einem leistungsfähigen PC/Notebook mit größerem Bildschirm. Außerdem es lästig beim Schmökern immer den PC zu nutzen zu müssen.
Eine gute Idee wäre es Anfängern zusammen mit dem Baukasten gleich ein Handbuch mit zu schenken. Die dem Baukasten beiliegenden Unterlagen sind nur eine Kurzanleitung. Alles Weitere muss man in der Programmierumgebung suchen.

Nun zum Buch:
Sofort fällt das Gewicht auf. Das Buch enthält 500 Hochglanzseiten. Alle Abbildungen sind in Farbe. Wobei die Konstruktionszeichnungen mitunter etwas dunkel geraten sind.
Die 8 beschriebenen neuen Modelle sind mit der Home-, als auch der Education Version bau bar.
Das Buch richtet sich sowohl an technisch interessierte Anfänger als auch an Nutzer die schon Erfahrung mit dem LEGO NXT gesammelt haben.

Sofern man nicht mit dem NXT vertraut ist, sollte das Einstiegsalter des Buches so bei 14 Jahren liegen. Die Altersangabe von 10 Jahren von LEGO für den Baukasten ist recht unrealistisch. Da programmiert eher der Papa. Allerdings konnte schon meine 8 jährige Tochter die EV3 Grundmodelle bauen.
Die allgemeine LEGO Mechanik wird nur kurz angerissen. Da dürfte aber kein Problem darstellen, da viele bereits mit LEGO Technik gebaut haben und die Roboter oft gar nicht so kompliziert aufgebaut sind. Ausführlich werden die Sensoren und Motoren des EV3, die LEGO Programmierumgebung und die Programmblöcke erläutert.
Es beginnt mit dem Bau einfacher Fahrzeuge und deren Programmierung. Im weiteren Verlauf steigen die Ansprüche, insbesondere bei der Programmierung. Dem Umfang der Modelle sind durch die Verwendung der LEGO Grundbaukästen eh Grenzen gesetzt. Für den Bau der Modelle ist ein LEGO Baukasten ausreichend.
Im Verlauf des Buches steigt der Schwierigkeitsgrad der Modelle und der Programmierung stetig an.

Das Buch ist sehr gut geeignet, sich jenseits des PCs sich mit dem EV3 vertraut zu machen. In Anbetracht der Kosten des Baukastens lohnt sich die Investition in ein hilfreiches Handbuch.

Die Bauanleitungen für die Education Version (250 Seiten) würden den Rahmen des Buches sprengen und lassen sich daher aus dem WEB herunterladen.

 

Das erste Buch zum LEGO EV3

The LEGO MINDSTORMS EV3 Laboratory: Build, Program, and Experiment with Five Wicked Cool Robots!

Vor wenigen Tagen ist das erste Buch zum EV3 erschienen. Es stammt aus der Feder von Daniele Benedettelli, dem Konstrukteur zahlreicher LEGO NXT Schöpfungen. Am bekanntesten ist wohl sein Rubriks Zauberwürfel lösender NXT – LEGO Rubik’s cube solver.
Ich empfehle einen Besuch seiner WEB-Seite http://robotics.benedettelli.com/ .

Für die Modelle im Buch wird nur die Home Edition des LEGO Ev3 benötigt. Von den 5 Robotermodellen gefällt mir am besten der Dinosaurier T-R3X.
Neben den Bauanleitungen gibt es eine Einführung in LEGO Technikteile und deren Verwendung.
Die Bestandteile des EV3 Baukastens und die Programmierung des EV3 kommen auch nicht zu kurz.
Das Buch ist leider nur in Englisch verfügbar. Vom Preis ist es sehr günstig. Deshalb ist wohl das Cover etwas dünn und wellt sich leicht. Die Abbildungen sind in Schwarz/Weiß. Verfügt man über ein größeres Notebook\Tablett wäre wohl die Kindle Edition für 15€ eine Überlegung wert.

 

LEGO EV3 – ein erster Eindruck

Pünktlich am 2. September traf mein EV3 ein. Amazon hatte freundlicherweise den Preis der ursprünglichen Bestellung dem „Straßenpreis“ angepasst.
Die Verpackung sieht gut aus und vermittelt eine Menge an Informationen. Das muss sie auch denn im Inneren sucht man Informationen vergeblich. Ein kleines Heft mit einer Bauanleitung liegt bei. Ohne Internet läuft gar nichts. Es gibt keine Software CD mehr. Also erst mal die 600MB Installationsdaten gesaugt. Nicht nur an der CD spart LEGO. Auch die Umverpackung dient mit der Innenseite als Laufparcours für die Roboter mit Spursensor. Wenn man dieses aufschneidet ist der Karton für den Wiederverkauf schon mal entwertet. Das Prinzip ist leider nicht neu.
Nach dem Öffnen ein kurzer Schock. Emotional hat man bei den Kartonabmessungen mehr erwartet.
So erst mal genug gemeckert. Es gibt natürlich viel Grund zu Freude.

Die Hardware:
Mit den EV3 sollten die Speicherplatzsorgen des NXT vergessen sein.
Der EV3 hat einen vierten Motorport spendiert bekommen. Da ich auch den fischertechnik TX nutzt habe ich den vierten Port öfter vermisst. Mitgeliefert werden drei Servosensoren. Von denen der Dritte einer kleineren Bauart angehört.
Die Motoren sind mit ihrer Möglichkeit die Position zurückzumelden Klasse – wie bisher. Alle Sensoren und Motoren des EV3 werden beim Einstecken in die Brick automatisch erkannt.
Die alten Sensoren und Motoren des NXT können weiter verwendet werden. Per Menü am Baustein kann man auch gleich die Motoren und Sensoren ausprobieren.
An Sensoren wird ein Touch Sensor (im Prinzip) ein Schalter, ein Infrarot Abstandssensor und ein Lichtsensor mitgeliefert. Die Education Version des EV3 enthält statt des Infrarot einen Ultraschallabstandssensor.
Der IR Sensor hat drei Funktionen. Er kann die Richtung des mitgelieferten IR Beacon orten, Entfernungen messen und als IR Empfänger für den kombinierten Infrarotsender/Infrarot „Leuchtfeuer “ dienen.
Der optische Sensor hat ebenfalls drei Funktionen. Er dient als Farbsensor, misst die Helligkeit oder dient als Reflex-Lichtschranke für geringe Entfernungen.

Der EV3 kann über USB, Bluetooth und ggf. WLAN kommunizieren. Per microSDHC Slot kann der ohnehin große Speicher erweitert werden. Wem ein EV3 nicht reicht kann per Bluetooth bis zu 7 EV3 als Slave verbinden.

Das LCD hat leider keine Hintergrundbeleuchtung.

Als Betriebssystem werkelt im EV3 ein Linux.

Die Software:
Die Installation unter WIN8 verlief problemlos. Die Software ist frei verfügbar und als Download vermutlich immer auf dem aktuellen Stand. Für Netbooks dürfte die Rechenleistung und vor allem die Bildschirmgröße nicht ausreichen. Da die Software frei verfügbar ist, könnte es für Privatanwender auch interessanter als bisher sein die Educationversion zu nehmen. Die meisten Bücher die zum EV3 erscheinen, werden aber die Home Version zum Inhalt haben.
Neben den 5 Grundmodellen, stehen gleich 10 weitere innerhalb der EV3-Oberfläche zum Download bereit. Noch mehr als in der Vorgängerversion stehen umfangreiche Dokumentations- und Informationsmittel innerhalb der Programmierumgebung bereit. Eigene Modelle können mit Bau- und Programmieranleitungen, Videos und Texten versehen und mit anderen geteilt werden.

Der NXT kann ebenfalls in dieser Umgebung programmiert werden.
Die Oberfläche ist zoombar und die Blöcke können freier angeordnet werden. Zum NXT nicht kompatible Programmierblöcke werden angezeigt.
Alte NXT Programme lassen in der neuen Umgebung nicht öffnen. Man muss sie quasi nachbauen.

Für Apple und Android eine App zum Steuern der 5 Grundmodellen kostenlos verfügbar.

Zubehör:
Neben dem optionalen Akku, dürften der WiFi-Dongle und der Gyro Sensor ganz oben auf der Liste der sinnvollen Ergänzungsteile stehen.
Leider gibt es keine Netzteile für den EV3/NXT. Im eingebauten Zustand ist der Akkuwechsel oft beschwerlich.

Fazit:
Nicht billig, aber trotzdem viel Technik fürs Geld. Der Linuxkernel wird dem EV3 wohl eine weitere Verbreitung sichern.
Die Altersangabe mit 10 Jahren ist wohl eher marketinggetrieben. 12 Jahre halte ich für realistischer.

LEGO Mindstorms NXT: Einführung in die Roboter-Programmierung mit NXC und Roberta


Die deutschsprachige Literatur zu Thema LEGO ist noch recht überschaubar. Dieses Buch vermittelt einen Einstieg in die Programmiersprache NXC. Als Programmierumgebung werden BricxCC und der nxcEditor erläutert. Der nxcEditor enthält noch einen Simulator für den NXT. Man kann also auch ohne Hardware sein Programm testen. Während das Bricx Command Center unter Windows läuft, benötigt der nxcEditor Linux bzw. eine virtuelle Maschine unter Windows. Das Buch beschreibt auch die Grundlagen um eigene Sensoren zu bauen und mit dem NXT zu verwenden. Die Grundlagen der C-ähnlichen Sprache NXC werden in dem Buch anschaulich vermittelt.