Makeblock – Teile aus dem 3D-Drucker

Makeblock aus dem 3D-Drucker
Makeblock aus dem 3D-Drucker

Makeblock Teile aus dem 3D-Drucker

Makeblock ist ein geniales Konstruktionsspielzeug, welche es hochwertige mechanische Bauteile mit moderner Elektronik verbindet.
Die Modelle sind so gut durchkonstruierte, das sie mit einem Minimum an Bauteilen auskommen. Für eigene Entwicklungen ist das manchmal ein Hindernis. Ich habe daher geprüft, ob es möglich ist Makeblock Teile im  3D-Drucker zu fertigen. Erfreulicherweise sind viele Makeblock Komponenten recht druck-freundlich konstruiert.

Ich habe mit einem Profil Beam 0824 begonnen. Einfache Teile wie eine Motorhalterung kann man auf jeden Fall drucken. Die Profile gibt es in diversen Längen. Mit einem Programm wie Fusion 360 kann man ein Modell konstruieren und per Parameter beliebige Längen davon erzeugen.

Konstruktion

Makeblock veröffentlicht fast alle Maße seiner Bauteile. Die wenigen fehlenden kann man ausmessen. In Autodesk Fusion ist es eine Sache von wenigen Minuten ein Profil zu konstruieren und für den Druck zu exportieren.
Des weiteren findet man bei Grabcad viele komplette Makeblock Bausätze als CAD Modell. Diesen könnte man, gäbe es nicht die Problematik im die Innenradien beim 3D-Druck sofort ausdrucken. Aber auch hier kann man die Maße ermitteln.

3D Druckdaten für Profile

Parameter Wert  Anmerkung
 Schichtdicke  0,3 mm  Ausreichend, 0,2mm aber optisch ansprechender.
 Hülle  3 Perimeter  Erwies sich als ausreichend verwindungssteif.
 Boden, Decke  3 Perimeter
 Durchmesser M4 Bohrung  4,2 mm  3D Druck bedingt, ggf. nachjustieren
 Durchmesser Löcher  4,8 mm  3D Druck bedingt, ggf. nachjustieren
 Füllung  20%

Sofern man beim Druck keinen Elefantenfuß erzeugt sind die Teile winklig. Notfalls unten mit einer kleinen 45 Fase versehen.
Ansonsten habe ich bereits alle Kanten mit 0,5 mm abgerundet.
Die Materialstärke um die Mittellinie entspricht nicht den Original. Ich habe sie ich verdoppelt. Ich habe bisher kein Modell gefunden wo das stört.

Makeblock Profil modifiziert
Makeblock Profil modifiziert

Ergebnis:

Das Gewinde kann bei einer Auflösung der Druckdüse von 0,4 mm nur angedeutet werden. Die Schrauben halten aber besser als im Original und lassen sich mit leichtem Widerstand gurt ein schrauben. Keinesfalls sollte sich das Profil dadurch verformen.
Die Materialkosten liegen bei einem 6er Profil bei 2 Cent.
Dank 3 Perimeter Materialstärke und 20% Füllung ist das Profil sehr verwindungssteif.
Wichtig ist die Rechtwinkligkeit der Kanten.
Optisch ist es natürlich nicht so schick wie das Original. Am besten sehen sehr dunkle bzw. halb-transparente Filamente aus.

Perspektiven:

Der Nachbau eines einfachen Profils macht überhaupt keine Schwierigkeiten. Man kann natürlich auch eigene Modifikationen einbringen oder unter Einhaltung des 8 bzw. 16mm Makeblock-Rasters komplett eigene Teile kreieren.

Einschränkungen:

Längen über 20cm lassen sich auf den meisten Druckern nicht fertigen. Auch steigt mit wachsender Größe die Gefahr von Verformungen. Auch bleibt abzuwarten ob der Kunststoff unter dem Einfluss von Licht und Temperatur nicht spröde wird oder sich verzieht.

Fazit:

Profile und Halterungen lassen sich einfach drucken. Sie sind ein schneller Ersatz falls mal ein Teil fehlt.
Sie sehen bei weitem nicht so gut aus wie die Originalteile, welche von hervorragender Qualität sind.
Ich hoffe das mit weiterer Verbreitung von Makeblock die Preise sinken und man mit Makeblock genau so frei wie mit LEGO Technik oder fischertechnik bauen kann.

Weitere Herstellungstechniken

Da die Profile und Halterungen recht einfach konstruiert sind, wäre auch möglich diese mit Lasercutter und Fräse herzustellen. Ein Teil der Makeblock-Bausteine entstammt eh schon den Lasercutter.
Die 8mm Profile lassen sich auf den meisten Cuttern noch aus Acryl schneiden. Das Fräsen macht meiner Meinung nach nur Sinn wenn das Rohmaterial in der richtigen Stärke vorliegt. Ansonsten wäre der Kauf die günstigere Variante.
Ein einfaches Nachbauen übt keinen großen Reiz aus. Wenn man schon im CAD-Programm ist, kann man auch gleich seine eigenen Ideen mit einfließen lassen.

CAD Daten

Die Autodesk Fusion 360 Datei um das Profil in beliebiger Länge auszudrucken habe ich hier bei Thingiverse hinterlegt.

<p “>Mein Favorit bei der nächsten Investition wäre der xy-Plotter.
Da ich Laser und Elektronik schon habe wäre die Anschaffung noch erschwinglich.

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